1000miles Tag 13 – Nordkap

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120 km 2600 hm

bisher gefahren: 1402km

Die Nacht war so kalt, daß ich wirklich alles an hatte. Lange Unterbux, Softshell, Hardshell, Daunenweste als Hose mit den Beinen durch die Ärmel zum Hüfte wärmen, Buff, Kapuze, Mütze, Rettungsfolie und sogar das Tarp als Decke. Trotzem schlecht geschlafen und dann verschlafen. Auf einmal schlug die Crew vom Checkpoint auf, früher Vogel hhnnngarrng…… eile kommt auf, so gehts ja nicht.

Ein Dorf, ein Laden, alle kaufen ein, gemeinsames Frühstück und Schnack. Ich esse 7 süße Teilchen.

Dreiländereck Polen, Cesko und Schland, dann Grenztrail. Ich laufe immer noch auf Adrenalin, körperlich bin ich seit der Hotelnacht in Höchstform.

Irgendwo fotografiere ich einen netten Beagle, wie er auf einem Asphaltpatch sitzt. Eine Minute später beisst er mich ohne Ankündigung von hinten in die Wade. Ich verfalle in apokalyptische Raserei. So ein Pfefferspray ist auch nie so schnell gezogen, wie man ihn braucht, aber ich hätte fast das Fahrrad auf diese Kotschleuder geworfen.

Nach Betaisodonna und Wundpflaster gehts weiter. Nix Schlimmes, nur ärgerlich.

Später sehr leckeres IPA. Falkenstejn. Immer, wenn ich IPA trinke, regnet es danach. Jacke an, Jacke aus. Zu hohe Betriebstemperatur.

Pete die Lok ist bereit für den gefürchteten Nordkap. Wurzeltrails die praktisch unfahrbar sind. Egal, es dämmert eh. Mit Licht stolpere ich den Scheissdreck einfach durch, mittlerweile hab ich einen Gleichmut entwickelt, wie ein Ackerochse.

Ich bin der Meinung, die steilen Arschlochberge nach dem Nordkap auch noch machen zu müssen, damit ich sie nicht morgen früh als Erstes auf dem Teller hab. Außerdem muss ich morgen am Samstag rechtzeitig in Decin sein, um mein Bremsproblem zu lösen.

Auf 600 Meter an einem unbesetzen Waldbiergarten bau ich mein Lager auf und möchte noch bloggen, schlafe aber mit Handy in der Hand ein.

3 Antworten auf „1000miles Tag 13 – Nordkap“

  1. Das ist ja alles sehr abenteuerlich. Wie ein Überlebenstraining! Toll, wie Du das alles meisterst. Das mit Deinen Bremsen ist ärgerlich. Aber Du schaffst auch das. Das Ziel ist nicht mehr weit. Also hau noch mal richtig rein! Auf geht’s! Ahoi!
    Die Bilder sind wunderbar.

  2. Du hättest den Hund vielleicht erst nach den Bildrechten fragen müssen :p
    So ein hinterhältiges Vieh, von hinten!

    Auf anderen Fotos siehste schön entspannt aus, ich freu mich.
    So, ich drück die Daumen für die Bremsen und gut Ochs!

  3. Hi Pete aka Lok! Was für ne Fotostory, fieser Hund. Schaut so unschuldig aus dem Pflastercarré und dann das! Aber zum Glück ist das Wetter nun endlich besser, du schaust wirklich entspannter aus. Wir fahren heute mal ein bisschen Rhoihesse anschaue mit den Rädern. Ahoi und gutes Durchhalten! Cool, dass du schreibst wie viel du isst, wir sind mächtig beeindruckt 🙂 Wie man im Saarland sagt: Hauptsach gudd gess, geschafft han mir schnell.

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