Tag 21 – Los Reales de Sierra Bermeja


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113 km 3500 hm

Anne muss leider noch Auskurieren. ich möchte auf den Los Reales fahren, ein 1400erter direkt an der Küste. Die über 100 km sind hier schwer reinzufahren mit vielen Höhenmetern und es lässt sich hier auch nix abkürzen ohne kaputtmachendes Canyoncrossing.

Um 11 komm ich los, wieder nach Schlumpfhausen und zum 3. mal die fiese Rampe hoch. Es ist Sonntag, mir begegnen Reiter, die scheuen Araberpferde haben eine Riesenangst vor so einem keuchenden Monster wie mir. Hinter Pujerra verlasse ich die Strasse und biege in einen Karrenweg. Bergauf geht er noch, aber bergab wird er echt hart, ich wünsche mir so sehr mein Trailbike… stattdessen Rüttelplatte mit Starrcarbon und 40er Reifen. Aber diese Landschaft und der Reales zum Greifen nah. Ganz harmlos sieht er aus, so 800 Meter höher und 3 Täler dazwischen.

Ich komme wieder auf eine Strasse und nach einer Hungerlochbrotzeit gehts supergut weiter bis zur Stichstrasse zum Gipfel. Die Sicht wird langsam Phantastisch, die Küste liegt direkt unter mir. 200 hm vorm Gipfel ist Ende Asphalt und nun gehts ans Eingemachte mit dem Gravelbike. Auch hier wieder MTB Gelände, viele tiefe Rinnen und ich muss konzentriert Linie Fahren.

Der Gipfel selber lohnt sich nicht, die 3 Sender sind eingezäunt. Aber die Sicht vom Weg aus reicht völlig. Ich eiere wieder runter und ernte völlig entgeisterte Blicke von Spaziergängern.

Abfahrt mit ein Paar Gegenanstiegen von 1440 auf 230 Meter. Ich hab Angst um die Bremsen, diese Sram Force Pienzchen haben sich noch nicht mit Ruhm bekleckert, dafür aber mit beständigem DOT-Nässen unter dem Gummigriff seit Beginn der Reise und wandernden Druckpunkten. Aber alles Gut, sie schaffen das. Im Canyon unten gibts Nüsse und Bier und ich hab noch 1200 Höhenmeter vor mir, es ist 19 Uhr. Der Aufstieg geht gut, aber irgendwann fliegt die Kette und es stellt sich Dauerrasseln ein. Ich finde keinen Fehler – ist wohl Verschleiß – und haue fett viel Öl drauf, 1 Stunde später beruhigt sich der Antrieb. Oben der Highway geht sehr schnell, um halb 9 ist unser Dorf Luftlinie 2 km zum Greifen nah…. aber andere Talseite. Ich muss noch auf 1080 hoch und 16 km fahren.

Der Tag lief super gut als Benchmark für die kommenden Rennen und ich war schwer überrascht, wie viele Höhenmeter in 115 km stecken können.

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